Innere Unruhe
Innere Unruhe ist kein klarer Zustand.
Sie entsteht, wenn etwas in Bewegung ist,
ohne dass es sich ordnen kann.
Sie zeigt sich nicht immer laut.
Oft liegt sie unter der Oberfläche,
in einem Gefühl, das bleibt,
ohne sich benennen zu lassen.
Gedanken setzen an,
brechen ab,
beginnen neu.
Nichts führt zu Ende.
Im Inneren entsteht kein Halt.
Alles ist gleichzeitig da,
ohne Verbindung,
ohne Richtung.
Viele versuchen, sie zu beruhigen.
Mit Ablenkung,
mit Entscheidungen,
mit Kontrolle.
Doch innere Unruhe folgt keiner Anweisung.
Sie bleibt,
solange etwas ungeklärt ist.
Sie weist nicht nur auf Druck hin,
sondern auf eine Verschiebung,
die noch keinen Ausdruck gefunden hat.
Innere Unruhe verschwindet nicht durch Tempo.
Sie löst sich erst,
wenn etwas innerlich stimmig wird.
Wer sie wahrnimmt,
ohne sofort zu reagieren,
erkennt:
Sie ist kein Fehler,
sondern ein Hinweis.