Zugehörigkeit

Zugehörigkeit lässt sich nicht erklären.
Man spürt sie —
oder man spürt ihr Fehlen,
bevor man weiß, was fehlt.

Sie zeigt sich selten durch Einladung.
Manchmal in einem Moment,
in dem man nichts erklären muss —
weil man einfach dazugehört.

Zugehörigkeit trägt mehr als Akzeptanz.
Akzeptanz duldet.
Zugehörigkeit will —
dass man da ist.

Sie richtet sich nicht immer auf Gruppen.
Manchmal entsteht sie
in einem einzigen Gespräch —
das alles andere vergessen lässt.

In der Zugehörigkeit entsteht Atem.
Der, der tiefer geht —
weil man aufgehört hat,
sich anzupassen.

Sie lässt sich nicht erzwingen.
Eher wie ein Ankommen,
das geschieht —
wenn man sich selbst mitbringt.

Zugehörigkeit lässt sich nicht kaufen.
Sie entsteht, wenn das Eigene
gesehen wird —
und willkommen ist.

Sie verändert nicht, wer man ist.
Aber sie verändert,
wie sicher man sich ist,
es sein zu dürfen.

Wer Zugehörigkeit kennt,
weiß den Unterschied —
zwischen dabei sein
und wirklich gemeint sein.

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