Der erste Moment einer Flamme.
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Ombra Celeste Magazin
In den ersten zwei Sekunden entscheidet sich, ob aus einem Funken ein Licht wird oder nichts.
Die Zündsekunde
Das Streichholz reibt über die raue Fläche der Schachtel, ein kurzes, kratzendes Geräusch, dann ein winziger, oranger Funke, der sich binnen Millisekunden zu einer kleinen, zitternden Flamme aufbaut, während der Schwefelkopf noch nachglüht. Die Hand führt diese Flamme zum Docht der Kerze, hält sie dort, nicht zu nah, nicht zu weit, während sich in diesen wenigen Sekunden entscheidet, ob überhaupt etwas geschieht, oder ob gleich wieder Dunkelheit einkehrt.
In diesem kurzen Fenster, kaum zwei oder drei Sekunden lang, geschieht mehr, als sich auf den ersten Blick vermuten ließe. Die Hitze des Streichholzes trifft auf den kalten, festen Docht, muss zunächst das umgebende Wachs erwärmen, bevor überhaupt genug brennbares Material verdampft, um die eigentliche Flamme zu speisen. In dieser kurzen Phase ist die kleine Flamme am Docht selbst noch völlig abhängig von der äußeren Wärmequelle, vom Streichholz, das sie erst zum Leben bringt.
Sobald das Streichholz wieder weggezogen wird, zeigt sich, ob der Docht diese kurze Anfangswärme ausreichend genutzt hat, um selbstständig weiterzubrennen. In den allermeisten Fällen gelingt dieser Übergang unauffällig, die kleine Flamme am Docht bleibt bestehen, zittert kurz, weil ihr die stützende Wärme des Streichholzes fehlt, und findet dann zu einer eigenen, stabileren Form, unabhängig von jeder äußeren Unterstützung.
In den ersten Sekunden entscheidet sich mehr, als das Auge in dieser kurzen Zeit erfassen kann.
Diese wenigen Sekunden zwischen dem ersten Funken und dem stabilen Brennen verlaufen so schnell, dass sie im Alltag praktisch nie bewusst beobachtet werden. Die Aufmerksamkeit ist meist schon beim nächsten Handgriff, beim Ablegen des Streichholzes, beim Ausblasen der kleinen Restflamme daran, während der eigentliche Übergang am Docht selbst längst abgeschlossen ist, ohne dass irgendjemand ihn tatsächlich mitverfolgt hätte.
Nimmt man sich jedoch die Zeit, genau in diesem kurzen Fenster hinzusehen, zeigt sich ein deutlich unruhigerer, unsichererer Vorgang, als es das spätere, ruhige Brennen vermuten ließe. Die junge Flamme schwankt in ihrer Form, mal schmaler, mal breiter, mal fast erlöschend, bevor sie sich wieder aufrichtet, ein Prozess, der sich kaum vorhersagen lässt, obwohl er am Ende fast immer zum selben, vertrauten Ergebnis führt.
Diese anfängliche Unsicherheit steht in deutlichem Kontrast zu der Ruhe, die eine Kerze wenige Minuten später ausstrahlt, wenn sie längst zu ihrer gewohnten, gleichmäßigen Form gefunden hat. Wer eine brennende Kerze später betrachtet, sieht selten mehr als diese spätere, beruhigte Phase, während die eigentliche Zündsekunde, in der noch alles hätte anders ausgehen können, praktisch nie Teil der bewussten Erinnerung an diesen Abend wird.
Am Ende dieser kurzen Sekunden, wenn die Flamme sich endgültig gefestigt hat und das Streichholz bereits erloschen im Aschenbecher liegt, beginnt der eigentliche, lange, ruhige Teil des Abends, jener Teil, an den man sich später erinnert, während die entscheidende, unruhige Anfangsphase selbst fast immer spurlos in Vergessenheit gerät.
Wenn es nicht gelingt
Nicht jedes Streichholz führt zu diesem gewohnten, unauffälligen Übergang. Gelegentlich, vielleicht bei feuchter Luft, vielleicht bei einem zu kurzen Kontakt zwischen Flamme und Docht, bleibt die kleine, junge Flamme instabil, zittert stärker als gewöhnlich, wird schmaler und schmaler, bis sie schließlich ganz erlischt, ohne dass der Docht die nötige Eigenständigkeit erreicht hätte, um allein weiterzubrennen.
Dieser Moment des Misslingens fällt deutlich mehr auf als das gewohnte, gelingende Entzünden, gerade weil er so selten vorkommt. Ein zweites Streichholz wird angerissen, diesmal mit etwas mehr Geduld, der Kontakt zum Docht dauert einen Moment länger als beim ersten Versuch, fast als hätte der Körper aus dem Misserfolg gelernt, welche kleine Anpassung nötig gewesen wäre, um dem Docht genug Zeit für den eigenen Übergang zu geben.
Diese kurze Verzögerung zwischen dem ersten, gescheiterten und dem zweiten, erfolgreichen Versuch offenbart etwas, das beim reibungslosen Gelingen völlig verborgen bleibt: wie schmal der Grat tatsächlich ist, auf dem sich diese wenigen Sekunden bewegen, zwischen einer Flamme, die trägt, und einer, die es nicht tut, obwohl äußerlich kaum ein Unterschied zwischen beiden Versuchen erkennbar gewesen wäre.
Ein Übergang, der fast immer gelingt, zeigt seine eigentliche Schwierigkeit erst in dem einen Moment, in dem er misslingt.
Diese Art von Erkenntnis, die sich erst im Ausbleiben eines gewohnten Übergangs zeigt, lässt sich mit dem Gedanken verbinden, der in Der Körper, der weiß, wann ein Moment beginnt beschrieben wird: dass der Körper oft genauer registriert, wann ein Übergang tatsächlich stattgefunden hat, als der bewusste Verstand es je könnte, besonders dann, wenn dieser Übergang einmal ausbleibt und dadurch plötzlich bemerkbar wird.
Nach einem misslungenen Versuch verändert sich auch die Aufmerksamkeit beim zweiten Anlauf spürbar. Wo beim ersten, gewohnten Entzünden kaum hingesehen wird, richtet sich der Blick beim zweiten Versuch genau auf den Docht, auf das kleine, wachsende Glimmen, auf den Moment, in dem sich entscheidet, ob diesmal genug Wärme aufgebaut wurde. Diese erhöhte Aufmerksamkeit bleibt meist auch dann noch kurz bestehen, wenn die Flamme längst wieder stabil brennt.
Ein gescheiterter Zündversuch hinterlässt zudem eine kleine, praktische Spur, einen leicht angeschmolzenen, aber nicht entzündeten Docht, dessen Faser bereits etwas Wachs aufgenommen hat, wodurch der nächste Versuch, wie sich häufig beobachten lässt, tatsächlich leichter gelingt als der ursprüngliche erste. Das Scheitern selbst verändert also die Ausgangsbedingungen für den nächsten Versuch, auf eine Weise, die dem folgenden Versuch sogar zugutekommt.
Am Ende eines solchen doppelten Versuchs, wenn die Flamme schließlich stabil brennt, bleibt eine kurze, aber deutliche Erinnerung an das kurze Scheitern bestehen, ungewöhnlich im Vergleich zu all den anderen, gewohnten Abenden, an denen dieselbe kleine Zündsekunde ohne jede Erinnerung wert vorüberging.
Jahreszeiten der Zündsekunde
Über mehrere Monate hinweg wurde, aus reiner Neugier entstanden, bewusster auf diese kurze Zündsekunde geachtet, an unterschiedlichen Abenden, in unterschiedlichen Jahreszeiten, und dabei fiel auf, dass sich dieser flüchtige Moment keineswegs das ganze Jahr über identisch verhält. Im Hochsommer, bei trockener, warmer Luft, gelingt der Übergang vom Streichholz zum eigenständig brennenden Docht fast immer beim ersten Versuch, schnell, ohne sichtbares Zögern der jungen Flamme.
Im feuchten Herbst dagegen, besonders an Regentagen, verändert sich dieses Bild deutlich. Die Flamme am Docht wirkt in diesen Monaten häufiger unsicherer, zittert länger, bevor sie sich stabilisiert, manchmal so sehr, dass tatsächlich ein zweiter Versuch nötig wird, obwohl dieselbe Kerze, derselbe Docht, dieselbe Streichholzschachtel verwendet wird wie im Sommer zuvor. Die einzige erkennbare Variable ist die Luftfeuchtigkeit, die den Docht offenbar auf eine kaum sichtbare Weise beeinflusst.
Diese jahreszeitliche Schwankung war zunächst überraschend, weil sie sich der bewussten Wahrnehmung fast vollständig entzieht, solange man nicht gezielt darauf achtet. Im Alltag wird eine Kerze angezündet, ohne dass irgendjemand registriert, ob der Übergang diesmal leichter oder schwerer fiel als vor drei Monaten. Erst die bewusste, über viele Monate fortgesetzte Beobachtung machte dieses Muster überhaupt erkennbar, ein Muster, das im gewöhnlichen, beiläufigen Alltag vollständig unbemerkt bleibt.
Ein Muster, das sich über Monate erstreckt, bleibt unsichtbar, solange niemand über einen einzelnen Abend hinaus hinschaut.
Interessant war auch, wie unterschiedlich stark dieser Effekt an verschiedenen Tagen innerhalb derselben Jahreszeit ausfiel. Nicht jeder Herbsttag brachte dieselbe Unsicherheit mit sich, manche Abende verliefen trotz feuchter Witterung völlig unauffällig, während andere, scheinbar ähnliche Abende deutlich mehr Widerstand zeigten. Dies deutete darauf hin, dass neben der reinen Luftfeuchtigkeit noch weitere, kaum kontrollierbare Faktoren eine Rolle spielen mussten, möglicherweise die genaue Zusammensetzung des Dochtes selbst, oder feine Unterschiede zwischen einzelnen Kerzen, die sich äußerlich in nichts voneinander unterschieden.
Diese Unvorhersehbarkeit, selbst innerhalb eines an sich erkennbaren, jahreszeitlichen Musters, machte die Beobachtung der Zündsekunde über die Monate hinweg zu einer Art kleinem, nie ganz abgeschlossenem Projekt. Jeder neue Abend brachte eine leicht andere Version desselben, an sich vertrauten Vorgangs, mal etwas leichter, mal etwas widerspenstiger, ohne dass sich daraus je eine vollständig verlässliche Regel hätte ableiten lassen, nach der sich vorhersagen ließe, wie der jeweilige Abend verlaufen würde.
Am Ende dieser über Monate fortgesetzten, informellen Beobachtung blieb weniger eine klare Erkenntnis als vielmehr eine vertiefte Wertschätzung für die schlichte Tatsache, dass ein so kurzer, alltäglicher Moment wie das Anzünden einer Kerze tatsächlich so viele, kaum kontrollierbare Variablen in sich trägt, von der Jahreszeit über die Luftfeuchtigkeit bis hin zu Unterschieden, die sich nie ganz erklären ließen.
Ein anderes Werkzeug
Ich erinnere mich an einen Abend in einem kleinen Gästezimmer im Ausland, in dem keine Streichhölzer zu finden waren, nur ein einfaches, kleines Feuerzeug, das auf der Fensterbank lag, offenbar von früheren Gästen zurückgelassen. Der Griff zu diesem Feuerzeug fühlte sich zunächst ungewohnt an, die andere Handhaltung, das andere Geräusch beim Anzünden, ein metallisches Klicken statt des vertrauten Kratzens über die Streichholzschachtel.
Die eigentliche Zündsekunde selbst, jener kurze Moment zwischen erstem Funken und stabiler Flamme am Docht, verlief mit diesem Feuerzeug spürbar anders als gewohnt. Die Flamme des Feuerzeugs war stetiger, weniger zitternd als die eines Streichholzes, wodurch der Übergang der Wärme auf den Docht gleichmäßiger vonstattenging, ohne jenes charakteristische kurze Schwanken, das beim Streichholz fast immer zu beobachten war.
Dieser Unterschied fiel besonders deutlich auf, weil an diesem Abend, anders als sonst, bewusst auf genau diesen kurzen Moment geachtet wurde, aus reiner Neugier darauf, ob sich das ungewohnte Werkzeug auch auf den eigentlichen Übergang am Docht auswirken würde. Tatsächlich schien die Flamme mit dem Feuerzeug etwas schneller zu einem stabilen Zustand zu finden, mit weniger sichtbarer Unsicherheit als bei den gewohnten Streichhölzern zuhause.
Dasselbe Ziel lässt sich auf unterschiedlichen Wegen erreichen, auch wenn der Weg selbst am Ende kaum eine Spur hinterlässt.
Diese Beobachtung, dass ein anderes Werkzeug denselben Übergang auf spürbar andere Weise vollzieht, während das Endergebnis, eine stabil brennende Kerze, äußerlich identisch aussieht, lässt sich mit der Beobachtung verbinden, die in Die Stille der Hände, wenn wir etwas zum zehnten Mal tun beschrieben wird: dass eingeübte Bewegungen sich an ihr gewohntes Werkzeug binden und bei einem neuen, wenn auch ähnlichen Gegenstand zunächst spürbar anders ablaufen, selbst wenn das Resultat am Ende dasselbe bleibt.
Nach der Rückkehr aus jenem Gästezimmer wurde zuhause wieder ganz selbstverständlich zum gewohnten Streichholz gegriffen, ohne dass der kurze Kontakt mit dem fremden Feuerzeug daran irgendetwas verändert hätte. Und doch blieb die Erinnerung an jenen einen Abend bestehen, an die andere Handhaltung, das andere Geräusch, die spürbar andere Qualität jener kurzen, entscheidenden Sekunden am Docht.
Diese Erinnerung zeigt, wie sehr die Zündsekunde selbst, so kurz und flüchtig sie auch ist, doch genug eigene Textur besitzt, um sich, wenn sie einmal bewusst wahrgenommen wird, deutlich von anderen, ähnlichen Momenten zu unterscheiden. Ein Streichholz und ein Feuerzeug führen zum selben äußeren Ziel, einer brennenden Flamme, und doch fühlt sich der Weg dorthin, genau betrachtet, jedes Mal ein wenig anders an.
Am Ende dieses einen Abends im fremden Zimmer blieb vor allem die Erkenntnis, dass diese kurze, meist übersehene Zündsekunde weit mehr Varianten in sich trägt, als der gewohnte, tägliche Griff zum immer gleichen Streichholz jemals hätte vermuten lassen, ein kleiner, aber deutlicher Hinweis darauf, wie viel sich in wenigen Sekunden tatsächlich abspielen kann.
Was diese eine Sekunde von allem Späteren unterscheidet
Vergleicht man die Zündsekunde mit der langen, ruhigen Brennphase, die ihr folgt, zeigt sich ein deutlicher Unterschied, der über die reine Dauer hinausgeht. Die spätere Brennphase, oft eine ganze Stunde oder länger, verläuft in einer bemerkenswerten Gleichförmigkeit, kleine Schwankungen durch Luftzug oder Bewegung im Raum eingeschlossen, aber im Kern immer derselbe, stabile Zustand, der sich kaum von Minute zu Minute unterscheidet.
Die Zündsekunde dagegen ist durch und durch instabil, ein einmaliger, nicht wiederholbarer Übergang von einem Zustand in einen völlig anderen, von einem kalten, unbeteiligten Docht zu einer eigenständig brennenden Flamme. Diese beiden Phasen, die kurze, unruhige Anfangssekunde und die lange, ruhige Fortsetzung danach, könnten kaum unterschiedlicher sein, obwohl sie unmittelbar ineinander übergehen, ohne klare Grenze dazwischen.
Was diese eine kurze Sekunde so besonders macht, ist gerade ihre Einmaligkeit innerhalb eines ansonsten sehr gleichförmigen Vorgangs. Die folgende Stunde des Brennens lässt sich in ihrer grundsätzlichen Qualität kaum von der vorherigen oder nächsten unterscheiden, während die Zündsekunde selbst nie exakt gleich verläuft, mal etwas zögerlicher, mal etwas entschlossener, je nach Feuchtigkeit der Luft, Zustand des Dochtes, Werkzeug in der Hand.
Diese Beobachtung lässt sich auf die gesamte Reihe der beschriebenen Abende zurückführen: den gewöhnlichen, unauffälligen Übergang zu Beginn, den einen misslungenen Versuch, das fremde Feuerzeug im Gästezimmer, die über Monate hinweg beobachteten jahreszeitlichen Schwankungen. Jeder dieser Momente war für sich genommen kaum länger als zwei, drei Sekunden, und doch zeigte jeder eine eigene, leicht andere Version desselben Grundvorgangs, während die anschließende, lange Brennphase sich in all diesen Fällen kaum voneinander unterschied.
Genau in diesem Kontrast liegt vermutlich der eigentliche Wert, den diese kurze Sekunde für die Beobachtung bereithält. Sie ist der einzige Teil des gesamten Vorgangs, der tatsächlich variiert, der auf äußere Bedingungen reagiert, der von Abend zu Abend, von Jahreszeit zu Jahreszeit, von Werkzeug zu Werkzeug eine jeweils eigene Gestalt annimmt, während alles, was danach folgt, sich in eine bereits bekannte, wenig überraschende Form einfügt.
Der kürzeste Moment eines Vorgangs ist oft derjenige, der am wenigsten wiederholbar bleibt.
Diese Art von einmaligem, nie exakt wiederholbarem Übergang, eingebettet in einen ansonsten sehr gleichförmigen, vorhersehbaren Ablauf, findet sich auch in der Grammatik, die unter Zustände beschrieben wird: ein kurzer, kaum fassbarer Punkt des Wandels, der einem langen, stabilen Zustand vorausgeht, ohne selbst je zu einem ebenso stabilen, wiederholbaren Muster zu werden.
Wer wissen möchte, wie sich solche kurzen, kaum greifbaren Übergangsmomente auch klanglich einfangen lassen, findet dazu eine Ergänzung im Voce Podcast, in dem gerade jene flüchtigen Sekunden zwischen zwei Zuständen eine eigene, hörbare Form bekommen, die sich in Worten nur schwer vollständig fassen lässt.
Vielleicht liegt genau darin der eigentliche Grund, warum diese eine kurze Sekunde so selten bewusst wahrgenommen wird, obwohl sie in Wahrheit den interessantesten Teil des gesamten Vorgangs darstellt. Die lange, stabile Brennphase danach bietet der Aufmerksamkeit wenig, woran sie sich festhalten könnte, gerade weil sie sich kaum verändert, während die kurze, ungewisse Anfangssekunde vorübergeht, bevor die Aufmerksamkeit überhaupt Zeit hatte, sich ihr zuzuwenden.
Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass die Zündsekunde und die folgende, lange Brennphase zwei völlig unterschiedliche Arten von Zeit darstellen, eine kurze, einmalige, kaum wiederholbare, und eine lange, gleichförmige, fast beliebig oft wiederholbare, beide untrennbar miteinander verbunden, und doch von grundverschiedener Natur, ein kleiner, aber aufschlussreicher Unterschied, der sich erst zeigt, wenn man genau in jene erste, flüchtige Sekunde hineinsieht, die sonst kaum jemand eines zweiten Blickes würdigt.
La fiamma che ti abbraccia – Die Flamme, die dich umarmt.