aus zwei geometrischen Blöcken und einer hohen Säule vor dunklem Hintergrund; dazwischen steigt eine weiche Rauchlinie nach oben und erzeugt einen ruhigen, architektonischen Kontrast im hochästhetischen Ombra-Celeste-Editorial-Stil.

Warum Düfte manchmal mehr über uns wissen als Erinnerungen.

Ombra Celeste Magazin


Manchmal erkennt ein Duft etwas in uns, noch bevor wir wissen, was es ist.

Die Schwimmhalle

Die Glastür zur Schwimmhalle öffnet sich, und noch bevor das Auge die Halle vollständig erfasst hat, das blaue Wasser, die Kacheln, die Schwimmer in ihren Bahnen, trifft bereits der Geruch, dieser charakteristische, leicht beißende Chlorton, gemischt mit der feuchten, warmen Luft, die typisch ist für jedes Hallenbad, ganz gleich, in welcher Stadt es steht. In diesem ersten Atemzug verändert sich etwas im Körper, spürbar, bevor überhaupt ein bewusster Gedanke dazu gefasst wird.

Die Schultern sinken ein Stück, der Atem wird tiefer, ein Zustand, der sich schwer benennen lässt, aber deutlich spürbar ist, noch bevor die Umkleidekabine erreicht ist, noch bevor überhaupt entschieden wurde, in welche Bahn man sich später einordnen wird. Dieser Duft wirkt, bevor irgendetwas anderes geschieht, unabhängig davon, ob es sich um das vertraute Hallenbad am Stadtrand handelt oder um ein völlig fremdes Bad in einer anderen Stadt, das zum ersten Mal betreten wird.

Was diesen Geruch so bemerkenswert macht, ist seine Gleichförmigkeit über verschiedenste Orte hinweg. Chlor riecht in jedem Hallenbad ähnlich, unabhängig von der Größe des Beckens, der Architektur der Halle, der Stadt, in der es liegt. Und doch löst dieser fast überall identische Geruch nicht überall dieselbe Reaktion aus, ein Umstand, der zunächst kaum auffällt, weil der erste Atemzug jedes Mal ähnlich beginnt, mit demselben kurzen, spürbaren Wechsel im Körper.

Ein Geruch kann an hundert verschiedenen Orten fast identisch riechen und trotzdem hundert verschiedene Dinge auslösen.

In den ersten Sekunden nach dem Betreten einer Schwimmhalle lässt sich dieser Wechsel am eigenen Körper gut beobachten, wenn man bewusst darauf achtet. Der Blick wird ruhiger, weniger hektisch als draußen auf dem Weg dorthin, die Bewegungen verlangsamen sich leicht, als würde der Körper bereits wissen, dass gleich eine andere Art von Aktivität ansteht, eine gleichmäßigere, weniger eilige als die des übrigen Tages.

Diese Reaktion tritt so zuverlässig auf, dass sie sich kaum von einem bewussten Gedanken unterscheiden lässt, obwohl sie ihm eindeutig vorausgeht. Erst nachdem der Körper bereits reagiert hat, folgt der Gedanke, jetzt bin ich im Schwimmbad, gleich ziehe ich mich um, eine Reihenfolge, die sich leicht umkehren ließe, wenn man sie nicht genau beobachtet, die aber bei genauer Betrachtung immer in derselben Richtung verläuft.

Am Ende dieser ersten Minute in der Schwimmhalle, wenn die Umkleidekabine erreicht ist und die eigentliche Vorbereitung aufs Schwimmen beginnt, ist der Chlorgeruch selbst schon fast wieder aus dem Bewusstsein verschwunden, verdrängt von anderen, praktischen Gedanken, während seine körperliche Wirkung, die veränderte Atmung, die gesunkenen Schultern, noch eine Weile nachwirkt, unabhängig davon, ob der Geruch selbst noch bewusst wahrgenommen wird.

Interessant ist, dass sich diese erste, körperliche Reaktion offenbar nicht abnutzt, obwohl die Schwimmhalle über Jahre hinweg mehrmals wöchentlich besucht wird. Man könnte annehmen, dass ein derart häufig wiederholter Reiz irgendwann seine Wirkung verliert, dass der Körper sich gewissermaßen daran gewöhnt und nicht mehr in derselben Weise reagiert wie bei den ersten Besuchen vor vielen Jahren. Tatsächlich lässt sich davon kaum etwas beobachten.

Auch nach unzähligen Besuchen tritt beim Öffnen der Glastür derselbe kurze, spürbare Wechsel ein, dieselben sinkenden Schultern, derselbe tiefere Atem, als würde der Körper diesen einen, spezifischen Übergang niemals als selbstverständlich hinnehmen, ganz gleich, wie oft er sich bereits wiederholt hat. Diese Beständigkeit unterscheidet den Chlorgeruch von vielen anderen, alltäglichen Gerüchen, die nach häufiger Wiederholung tatsächlich an Wirkung verlieren.

Ein fremder Ort

Ich erinnere mich an einen Besuch bei einem befreundeten Tierarzt vor einigen Jahren, in dessen kleiner Praxis, weit entfernt von jedem Schwimmbad, plötzlich derselbe charakteristische Geruch in der Luft lag, eine Mischung aus einem speziellen Desinfektionsmittel, das dort zur Reinigung der Behandlungsräume verwendet wurde, und die dem Chlorgeruch aus der Schwimmhalle erstaunlich nahekam.

In dem Moment, in dem dieser Geruch die Nase erreichte, reagierte der Körper genauso wie beim Betreten einer Schwimmhalle, die Schultern sanken, der Atem wurde tiefer, ein kurzer, unerwarteter Moment von Ruhe inmitten eines Gesprächs über völlig andere Themen. Erst Sekunden später, als der Kopf begann, diese Reaktion einzuordnen, wurde bewusst, woher dieser vertraute Geruch eigentlich stammte, nämlich aus einer Flasche Desinfektionsmittel auf dem Behandlungstisch, die mit Schwimmen überhaupt nichts zu tun hatte.

Diese kurze Verwirrung, das Auseinanderfallen von Reaktion und Erklärung, zeigte deutlich, wie unabhängig der Körper von einer korrekten Zuordnung reagiert. Es spielte keine Rolle, dass es sich in der Tierarztpraxis nicht um Chlor, sondern um ein anderes, ähnlich riechendes Mittel handelte. Der Körper hatte längst reagiert, bevor der Verstand überhaupt die Gelegenheit hatte, den tatsächlichen Ursprung des Geruchs zu überprüfen und die Verbindung zum Schwimmbad zu korrigieren oder zu bestätigen.

Der Körper wartet nicht auf die richtige Erklärung, bevor er reagiert.

Diese Art von Reaktion, die sich nicht an eine korrekte, überprüfte Zuordnung bindet, sondern an eine bloße strukturelle Ähnlichkeit im Geruch selbst, lässt sich mit der Grammatik verbinden, die unter Zustände beschrieben wird: kein Ereignis, das auf einer korrekten, bewussten Zuordnung beruht, sondern etwas, das sich unabhängig davon einstellt, sobald bestimmte, ähnliche Bedingungen erneut zusammentreffen, ganz gleich, ob die genaue Herkunft dabei stimmt.

Nach diesem Besuch bei der Tierarztpraxis blieb die Erinnerung an diesen kurzen, verwirrenden Moment lange bestehen, deutlicher als viele andere Details jenes Nachmittags, gerade weil sie zeigte, wie leicht sich der Körper täuschen lässt, oder genauer gesagt, wie wenig es ihm überhaupt darauf ankommt, ob eine Täuschung vorliegt, solange die grundlegende, strukturelle Ähnlichkeit des Reizes ausreicht.

Diese Beobachtung veränderte in gewisser Weise das Vertrauen in die eigene, unmittelbare Reaktion auf Gerüche. Was zuvor wie ein verlässliches, fast schon persönliches Signal erschien, spezifisch verknüpft mit dem Schwimmbad und all den damit verbundenen Erinnerungen, zeigte sich plötzlich als weit allgemeiner, weit weniger an eine bestimmte Geschichte gebunden, als es sich zuvor angefühlt hatte.

Am Ende dieses einen Nachmittags in der Tierarztpraxis blieb die Erkenntnis, dass der Körper offenbar nicht auf die Erinnerung an ein bestimmtes Schwimmbad reagiert hatte, sondern auf eine bestimmte, wiederkehrende Struktur im Geruch selbst, unabhängig davon, an welchem Ort und aus welcher Quelle diese Struktur gerade auftrat.

In den Wochen nach diesem Besuch wurde bewusst versucht, ähnliche Geruchsüberschneidungen an anderen, unerwarteten Orten zu bemerken, aus reiner Neugier, ob sich dieses Phänomen wiederholen ließe. Tatsächlich fanden sich weitere, ähnliche Momente, ein Reinigungsmittel im Treppenhaus eines fremden Bürogebäudes, das eine entfernt verwandte Note trug, ein Desinfektionsspray in einer Arztpraxis, das ebenfalls eine kurze, unerwartete Reaktion auslöste, bevor sich der eigentliche Zusammenhang klärte.

Keine dieser weiteren Begegnungen war so ausgeprägt wie jene erste in der Tierarztpraxis, aber alle folgten demselben Grundmuster: eine kurze, unmittelbare Körperreaktion, gefolgt von einer verzögerten, oft überraschten Einordnung, woher dieser vertraute Eindruck eigentlich stammte. Diese wiederholten Beobachtungen bestätigten zunehmend, dass es sich nicht um einen einmaligen Zufall gehandelt hatte, sondern um ein grundsätzliches Prinzip, nach dem der Körper offenbar arbeitet.

Zwei gegensätzliche Tage

Diese Beobachtung erhielt eine weitere, komplizierende Ebene durch zwei Erlebnisse, die zeitlich nicht allzu weit auseinander lagen, aber völlig gegensätzliche Reaktionen auf denselben Chlorgeruch hervorriefen. An einem ruhigen Samstagvormittag, ohne besondere Verpflichtungen, löste das Betreten der gewohnten Schwimmhalle die übliche, angenehme Reaktion aus, jene sinkenden Schultern, jenen tieferen Atem, ein Gefühl von Vorfreude auf die kommende Stunde im Wasser.

Wenige Wochen später jedoch, an einem Tag, der von einem stressigen Vormittag geprägt war, mehreren dringenden Terminen, einem Gefühl ständiger Zeitknappheit, löste derselbe Geruch beim Betreten derselben Halle eine deutlich andere Reaktion aus. Statt der gewohnten Entspannung entstand eine kurze, unerwartete Beklemmung, ein leichtes Zusammenziehen im Brustkorb, fast so, als würde der Körper den Chlorgeruch an diesem Tag als zusätzliche Anforderung interpretieren, nicht als Einladung zur Ruhe.

Dieser deutliche Unterschied zwischen den beiden Tagen ließ sich nicht mit einer unterschiedlichen Qualität des Geruchs erklären. Es handelte sich um dieselbe Halle, dasselbe Wasser, denselben Chlorgehalt, so gut sich das ohne Messung beurteilen ließ. Der einzige erkennbare Unterschied lag im eigenen, inneren Zustand vor dem Betreten der Halle, entspannt und offen am einen Tag, angespannt und überlastet am anderen.

Derselbe Duft kann an zwei Tagen zwei entgegengesetzte Dinge in einem auslösen, ohne sich selbst zu verändern.

Diese Beobachtung widerspricht deutlich der verbreiteten Vorstellung, ein bestimmter Duft sei fest mit einer bestimmten Erinnerung oder einem bestimmten Gefühl verknüpft, gewissermaßen wie ein Schlüssel, der immer dieselbe Tür öffnet. Wäre der Chlorgeruch tatsächlich fest mit einer positiven Kindheitserinnerung ans Schwimmen verbunden gewesen, hätte er auch am stressigen Tag dieselbe beruhigende Wirkung entfalten müssen. Genau das geschah nicht.

Diese Art von Beobachtung, dass der Körper früher und genauer auf den eigenen, aktuellen Zustand reagiert, als der Verstand es einordnen kann, lässt sich mit dem Gedanken verbinden, der in Der Körper, der weiß, wann ein Moment beginnt beschrieben wird: dass körperliche Reaktionen weniger von festen, äußeren Auslösern abhängen als von der inneren Verfassung, mit der man diesen Auslösern gerade begegnet.

Nach diesen beiden gegensätzlichen Erfahrungen wurde der Chlorgeruch selbst zu einer Art unfreiwilligem Messinstrument für den eigenen, inneren Zustand. An Tagen, an denen er beim Betreten der Halle Ruhe auslöste, ließ sich daraus schließen, dass der Körper zuvor bereits relativ entspannt gewesen sein musste. An Tagen, an denen stattdessen eine leichte Beklemmung entstand, zeigte sich rückblickend meist, dass bereits vor dem Betreten der Halle eine unbemerkte Anspannung vorhanden gewesen war.

Am Ende dieser beiden gegensätzlichen Tage blieb die Erkenntnis, dass der Chlorgeruch selbst weder positiv noch negativ besetzt ist, keine feste Erinnerung transportiert, sondern lediglich als eine Art Verstärker wirkt, der den bereits vorhandenen, eigenen Zustand deutlicher hervortreten lässt, in die eine oder die andere Richtung, je nachdem, was schon vorher da war.

Um diese Beobachtung weiter zu überprüfen, wurde in den folgenden Monaten bewusster darauf geachtet, in welchem Zustand die Schwimmhalle jeweils betreten wurde, kurz notiert, ob der Vormittag eher ruhig oder eher hektisch verlaufen war, bevor überhaupt registriert wurde, wie der Chlorgeruch an diesem Tag wirkte. Diese informelle Beobachtung über mehrere Wochen hinweg bestätigte das ursprüngliche Muster weitgehend, wenn auch nicht ausnahmslos.

An den meisten hektischen Tagen fiel die Reaktion auf den Geruch tatsächlich unangenehmer aus als an ruhigen, doch es gab auch einzelne Ausnahmen, Tage mit stressigem Vormittag, an denen der Chlorgeruch dennoch die gewohnte, beruhigende Wirkung entfaltete, fast so, als würde gerade der Kontrast zwischen der Anspannung davor und der Ruhe der Halle die Wirkung des Geruchs sogar noch verstärken, statt sie zu untergraben.

Was der Widerspruch zeigt

Betrachtet man alle drei Beobachtungen gemeinsam, das gewohnte Betreten der Schwimmhalle, den überraschenden Moment in der Tierarztpraxis, und die beiden gegensätzlichen Reaktionen an zwei verschiedenen Tagen, zeigt sich ein Muster, das sich deutlich von der verbreiteten Vorstellung unterscheidet, ein Duft rufe stets dieselbe, feste Erinnerung oder Emotion hervor. Stattdessen scheint der Duft weniger eine Botschaft aus der Vergangenheit zu übermitteln als vielmehr ein Signal aus der unmittelbaren Gegenwart sichtbar zu machen.

Der Geruch in der Tierarztpraxis zeigte, dass die Reaktion nicht einmal an die korrekte, tatsächliche Quelle des Geruchs gebunden ist, sondern an eine bloße strukturelle Ähnlichkeit. Die beiden gegensätzlichen Schwimmbadtage zeigten zusätzlich, dass selbst bei exakt derselben, korrekten Quelle die Reaktion vollständig unterschiedlich ausfallen kann, abhängig allein vom Zustand, der bereits vor dem Duft vorhanden war.

Diese Art von Erinnerung, die sich nicht an ein festes Bild oder eine feste Bewertung bindet, sondern sich jedes Mal neu aus dem aktuellen Zusammentreffen von Reiz und innerem Zustand ergibt, findet sich auch in Ricordo Vivo wieder: eine Erinnerung, die nicht wie ein Archiv funktioniert, aus dem immer dasselbe abgerufen wird, sondern die sich lebendig neu formt, je nachdem, in welcher Verfassung man ihr gerade begegnet.

Ein Duft erzählt weniger von der Vergangenheit, die er einmal begleitet hat, als von dem Zustand, in dem er gerade auf uns trifft.

Wer wissen möchte, wie sich solche widersprüchlichen, kaum vorhersehbaren Reaktionen auf denselben Reiz auch klanglich einfangen lassen, findet dazu eine Ergänzung im Voce Podcast, in dem gerade jene unscheinbaren, schwer erklärbaren Momente zwischen Erwartung und tatsächlicher Reaktion eine eigene, hörbare Form bekommen.

Diese Erkenntnis verändert grundlegend, wie man die eigene, unmittelbare Reaktion auf einen Duft künftig deutet. Statt zu fragen, woran mich dieser Geruch erinnert, stellt sich seither eher die Frage, was diese Reaktion gerade über den eigenen, aktuellen Zustand verrät, eine Frage, die sich nicht aus der Vergangenheit beantworten lässt, sondern nur aus dem, was in diesem Moment tatsächlich im Körper vorhanden ist.

Seit diesen Beobachtungen fällt der Gang in die Schwimmhalle anders aus als zuvor. Der erste Atemzug mit dem vertrauten Chlorgeruch wird inzwischen bewusster wahrgenommen, weniger als verlässliches Versprechen auf Entspannung, mehr als ehrliche, ungeschönte Rückmeldung darüber, wie es tatsächlich um den eigenen Zustand steht, kurz bevor das Wasser erreicht wird.

Diese veränderte Wahrnehmung hat auch dazu geführt, den Besuch der Schwimmhalle gezielter zu nutzen, nicht mehr nur als sportliche Routine, sondern auch als eine Art kurzer, verlässlicher Test, der frühzeitig anzeigt, wie angespannt der jeweilige Tag tatsächlich begonnen hat, oft deutlicher, als es die eigene, bewusste Einschätzung zu diesem Zeitpunkt vermocht hätte.

Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass ein Duft weniger über die Vergangenheit weiß, die man mit ihm verbindet, als über die Gegenwart, in der man ihm gerade begegnet. Er transportiert keine feste Geschichte, sondern spiegelt den Moment selbst, unbestechlich und ohne Rücksicht darauf, welche Erklärung der Verstand nachträglich dafür finden möchte.

Diese Erkenntnis lässt sich vermutlich nicht auf den Chlorgeruch beschränken, so deutlich sie sich dort auch gezeigt hat. Vermutlich verhält es sich mit vielen anderen, fest geglaubten Duft-Erinnerungs-Verbindungen ähnlich, jenen Düften, von denen man überzeugt ist, sie riefen immer dasselbe Gefühl hervor, während sie in Wahrheit ebenso empfänglich für den jeweils aktuellen, inneren Zustand sein könnten, nur dass sich dies selten so klar beobachten lässt wie in diesem einen, wiederholt aufgesuchten Ort.

Vielleicht liegt genau darin der eigentliche Wert dieser über Monate verstreuten Beobachtungen: dass sie zeigen, wie viel ehrlicher ein Duft über die Gegenwart Auskunft gibt als jede bewusst konstruierte Erinnerung, und wie wenig es sich lohnt, einem Duft eine feste, unveränderliche Bedeutung zuzuschreiben, wenn er in Wahrheit jedes Mal neu verhandelt, was er in diesem einen Moment tatsächlich auslöst.


La fiamma che ti abbraccia – Die Flamme, die dich umarmt.

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